**Fliegenfischen an der Kleinen Drau in Sillian, Okt. 2012**

Unseren zur Tradition gewordenen FF-Saison-Ausklang im Oktober, verbrachten wir (Johann & José) zusammen mit unseren Frauen in Sillian, im Hochpustertal. 

Die Wetterprognosen für die kommende Woche waren nicht berauschend. Also nutzten wir den Sonntag ausgiebig. Kaum am Wasser zappelten auch schon nach den ersten Würfen, die BF’s und RBF’s sowie „vorwitzige“ Saiblinge an unseren dünn gebundenen Nymphen (Wetten, Hasenpfoten, Universal, Orange & Gray, Spezial). Johann war sogar der glückliche FF mit der einzigen Äsche in dieser Woche. Langsam „arbeiteten“ wir uns die Kleine Drau hoch zur ersten Brücke. Die Fischerei war so spannend und fantastisch, dass wir in 4 Stunden „nur“ mal gerade 400m Strecke zurücklegten. Am späten Nachmittag beendeten wir einen super tollen FF-Tag in der Schwitzstube unseres Hotels „Dolomiten Residenz“.

 

Am Montag goss es wie aus Kübeln, schon in der Nacht fielen die ersten Tropfen und die Kleine Drau war stark angestiegen, Farbe: „Schokoladenbraun“! Da verzichteten wir aufs Fischen. Für Dienstag war sogar Schnee angesagt und wirklich, am frühen Morgen schon, war die ganze Landschaft unter 10cm Neuschnee begraben. Bei einer ersten „Inspektion“ um 08.00h, präsentierte sich die Kleine Drau im unteren Revierbereich (fast) wie am Vortag. Nach dem Frühstück klarte es auf und vereinzelte Sonnenstrahlen fanden den Weg in unsere „Niederungen“.

 

Echte Fliegenfischer, lassen sich von etwas Schnee und „schokoladenfarbigem“ Wasser, nicht „einschüchtern“. Wir fuhren an die obere Reviergrenze (oberhalb einiger kleiner Einflüsse und Bäche, welche trübes Wasser in die Kleine Drau tragen) und fanden akzeptable Wasserverhältnisse. Nymphen montiert und ran an den Fluss. Schon nach kurzer Zeit fingen wir prächtige RBF’s und vereinzelte BF’s und auch die Sonne erbarmte sich unser.

Allerdings brachte die Sonne auch den Schnee zum Schmelzen und damit nach einiger Zeit das Wasser zum Steigen. Das veranlasste unsere „Beute“ sich zurückzuziehen und die angebotenen Nymphen zu verschmähen.

Aber, da gibt es ja noch den kleinen See an der Staatsgrenze. Da wollen wir noch unser Glück mit unseren Streamern versuchen. Hat in der Vergangenheit, schon manchen Fischertag „gerettet“, heute sollte es unser „Sahnehäubchen“ werden. Nach einigen Würfen mit vorwitzigen Saiblingen, kamen unsere „Stern-Momente“.

Zuerst verlor Johann kurz vor der Landung eine ca. 70iger RBF; dann attackierte eine 55iger BF den kleinen roten (Meerforellen) Streamer von José. Nach kurzem heftigen Kampf (ohne die Flussströmung etwas einfacher) konnte er sie landen. Ein Prachtexemplar von einem Fisch, wunderschön gezeichnet, goldener Bauch – eine Beauty! Wir entliessen sie wieder in den See. Nur Momente später, „packte“ eine grosse (50iger) „Kämpferin“ (RBF) den roten Woolly-Bogger von José und lieferte flotte Gegenwehr. Auch sie, entliessen wir wieder in die Freiheit. Ebenso Johann, konnte noch die eine oder andere getupfte mit dem Streamer „verführen“. Leider hatten wir die Kamera nicht dabei, um unser Glück zu dokumentieren.

Zufrieden fuhren wir nach einem goldenen FF-Herbsttag zurück ins Hotel um in der Sauna noch lange über unseren tollen Tag zu fachsimpeln.

Am Mittwoch, versuchten wir unser Glück oberhalb des Wehrs (beim kleinen Flusskraftwerk). Die Kleine Drau führte zwar immer noch recht viel Wasser und auch die Farbe war eher trüb. Jedoch – in den ruhigen Zonen hinter den grossen Steinen, warteten sie schon alle auf uns ;-) – BF’s, RBF’s und Saiblinge in allen Altersklassen und Grössen. Von den 8-10cm, vorwitzigen „Kindergärtnern“, die die 10er Nymphen attackierten bis zu den schöngezeichneten, erwachsenen (25-35cm) BF’s und RBF’s die sich eher für die ganz kleinen (14er, 16er) Orange & Gray sowie Corsin’s Hasenpfote interessierten. Eine kurzweilige FF-Fischerei, bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen.

Zum Abschluss unseres herbstlichen Saisonausklangs, wollten wir unser Glück vom Vortag – dieses Mal mit Kamera – am See versuchen. Leider zierten sich die Prächtigen vom Vortag und nur einige Saiblinge fanden an unseren Streamern gefallen.

Nichts desto trotz – wie jeden Tag – resümierten wir unseren tollen Tag in der Schwitzstube unseres Hotels. Glücklich und zufrieden blickten wir auf drei erfolgreiche, spannende und abwechslungsreiche (nicht nur wegen dem Wetter) FF-Tage zurück.

Am Abend haben wir zusammen mit dem Toni Calovi noch einige Stunden über die Schönheit unseres Hobby’s im Generellen und den tollen „Bach“ im Besonderen „schwadroniert“. Wir sehen uns in 2013 ganz sicher wieder, dann aber nicht (nur) im Herbst. Wir wollen nächstes Jahr auch mal den Start der FF-Saison an der Kleinen Drau „live“ erleben.

Hier einige Impressionen von der Kleinen Drau: